Gloster Fancy - eine kleine englische Haubenkanarienrasse, bei denen der eine Partner ein Haubenvogel (Corona = lat.: Krone, Kranz) und der andere Partner ein "Glattkopf"(Consort = Zugehöriger) ist. Sie gilt als kleine Positurkanarienrasse und wird in Größe >möglichst klein< verlangt. Von allen Positurkanarienrassen steht der Gloster-Fancy zahlenmäßig mit weitem Abstand an der Spitze. Er gilt als sehr fruchtbar, zutraulich und keckmunter. Jeder gute Glosterzüchter sollte auch intensive Vögel für die Zucht einsetzen, um die Federqualität zu verbessern.

Fife Fancy - dieses ist der kleine “Bruder” des Border. Die Rasse ist erst 1955 entstanden, als nämlich der >Fife Fancy Canary Club< gegründet wurde. Viele schottische Züchter waren nämlich mit der Entwicklung des Borders nicht mehr einverstanden. Er wurde ihnen zu groß. Um einen kleinen Positurvogel zu haben, wurde mit Glostern und Bordern die Rasse "Fife Fancy" entwickelt. Es handelt sich um einen "Zwerg" unter den Kanarien - doch 12 cm Größe ist beim Kanarienvogel sehr schwer zu erreichen. Trotz aller zwergenhaftigkeit dürfen doch die Formen nicht vernachlässigt werden. Die südöstliche Grafschaft Schottlands mit Namen Fifeshire ist die Heimat der 1955 erstmals vorgestellten Positurrasse.

Lizard - die Besonderheit des Lizard (Eidechskanarienvogel) ist seine geschuppt wirkende Gefiederzeichnung. Die etwas blasser wirkenden gelbgrundigen Kanarien nennt man Silberlizards, während man die intensiven Gelbgrundigen als Goldlizards bezeichnet. Ein besonderes Merkmal des Lizard ist die sog. Kappe, ein aufgehellter Fleck auf dem Kopf. Lizards sind zuerst in Frankreich entstanden, wo sie bereits im 16. Jahrhundert in Paris gezüchtet wurden. Flüchtende Hugenotten nahmen sie nach der blutigen Bartholomäusnacht 1552 mit nach England, wo sie noch lange einfach >französischer Kanarienvogel< genannt wurden.

Border Fancy - wenn auch nicht in Deutschland, so gehört der Border zu den beliebtesten Positurkanarienrassen. Auch er stammt, wie viele Positurkanarien aus England. Seinen Namen hat er vom englischen >border< (Grenze), weil seine Heimat an der englisch-schottischen Grenze liegt. Sieht man im Yorkshire den "hohen Aristokraten", so steht im Border ein "Landedelmann" vor uns. Seine harmonischen Formen, sein aufgewecktes Wesen und seine besondere Fruchtbarkeit machen ihn zu einem beliebten Schauvogel.

Yorkshire - eine elegante und eine der größten Rassen unter den Gestaltskanarien. "The Gent of the Fancy" wird er liebevoll genannt, der >große, aufrecht stehende Gardist aus England<. Mit einer Größe von mind. 17 cm und seiner aufrechten Haltung, seiner kräftigen und stromlinienförmigen Statur ist der Yorkshire ein ungemein schöner Anblick. In den letzten Jahren hat sich der Standard für diesen schönen Vogel mehrere Male geändert. Ein aufrecht stehender und großer, der sich wie ein >Aristokrat< bewegt, wird immer die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Berner - beim Berner handelt es sich um eine schweizer Positurkanarienrasse. Er hat die Figur und auch fast die Größe eines Yorkshire, nur besitzt der Berner einen deutlich schlankeren Hals und hat am Hals und am Nacken Einbuchtungen, die der Yorkshire nie haben darf. Vor etwa 80 Jahren wurde mit ihrer Zucht begonnen. Auf Schauen kommt der Berner nur selten, außer in seinem Heimatland. Es gibt bereits einen Verein, der sich ausschließlich mit der Zucht, der Verbreitung und der Verbesserung der Rasse befaßt. Wir sind deshalb stolz, daß wir einen Züchter dieser nicht überall zu sehenden Rasse in unseren Reihen haben.

Deutsche Haube - eine Haubenkanarienrasse, die aus den deutschen Landkanarien entstanden ist und auch in Deutschland erzüchtet wurde. Erst 1963 gab es für diesen Vogel erst einen Standard. Aber bereits seit 1670 gibt es den deutschen Haubenkanarienvogel. Er trat hier und da in Stämmen von Gesangskanarien auf, war aber nie sehr beliebt und wurde deshalb auch nicht in größeren Anzahlen gezüchtet. Seine Haube entsprach einem Hautwirbel auf dem Kopfmittelpunkt, war aber nicht sehr lang und stand sehr wirr auf dem schmalen Kopf dieser Vögel. Durchweg zeigten die Vögel ein kahle Stelle hinter der Haube. So blieb der Haubenkanarienvogel in Deutschland im seinem Dornröschenschlaf, während in England gleich drei Rassen sich hervortaten: Lancashire Coppy, der Crested und später auch noch der Gloster Fancy. Auch bei den Deutsche Haubenkanarienvogeln ist wie bei den Glostern der eine Zuchtpartner ein Haubenvogel, während der andere ein "Glattkopf" ist, also keine Haube besitzt.

Münchener - der Münchener ist eine Rasse, die zu den “gebogenen Positurkanarienrassen" zählt. Durch den2. Weltkrieg war der Münchener so gut wie ausgerottet. Auf Schauen wird besonderer Wert auf das Nach-vorn-beugen des Halses und des Kopfes gelegt. Dieses ist dem Vogel "angeboren". Neugierig wie er nun mal ist, reagiert er auf jedes "Kratzen" und "Schaben" am Käfigboden, weil ihn dieses nun mal interessiert. Eine lebhafte, große Rasse mit aufrechter Haltung und einem glatten, lebhaft gefärbtem Gefieder. Züchter, die sich mit dieser Rasse beschäftigen, sind auf dem besten Wege, Vögel vom gleichen Typ und Qualität, wie in den 30er Jahren zu züchten.

Mehringer - Der Mehringer ist eine noch recht junge Positurkanarienrasse - ein “Mini - Pariser Trompeter” -wie er mal bezeichnet wurde.Ende der 80er Jahre wurde er aus den Rassen Pariser Trompeter, Nordholländer, Gloster und Farbenkanarien “erzüchtet”. Ende der 80er Jahre aus den Rassen Pariser Trompeter, Nordholländer, Gloster und aus Farbenkanarien “erzüchtet”. In Deutschland werden es immer mehr Züchter, die sich mit diesem interessanten, kleinen und brutfesten "Verwandten" des Pariser Trompeters beschäftigen. Der Mehringer findet immer mehr neue Freunde - und das nicht nur in Inland. Seit 1995 ist der Mehringer in Deutschland als eigenständige Rasse anerkannt und seit 2005 auch international. Weitere Informationen unter http://www.frise-freunde.de

Zu den kleinen glatten Rassen gehören noch außer den oben beschriebenen Rassen Fife, Gloster, Border, Deutsche Haube und Lizard noch Raza Espanola.
Zu den großen glatten Rassen zählen außer den hier bereits beschriebenen Rassen Berner und Yorkshire auch Norwich, Crested / Crestbred und Lancashire.

Zu den Figurenkanarien gehören folgende Rassen: Münchener, Rheinländer, Japan Hoso, Scotch und Bossu Belge.
Zu den frisierten Rassen gehören: Gibber Italicus, Makige, Südholländer, Schweizer Frisé, Giboso Espanol, Melado Tinerfeno, Fiorino, Nordholländer, Paduaner, Pariser Trompeter, Mehringer und AGI.